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Trailer

Kon-Text Grenze entsteht im Winter 2015. Zu diesem Zeitpunkt ist die sogenannte "Flüchtlingswelle" oder "Flüchtlingskrise" in aller Munde. Die Themen Flucht und Migration beherrschen den Diskurs, von Grenzsicherung und Gefährdung nationaler  Identität wie Souveränität ist die Rede. Das Thema polarisiert und führt letztlich zur teilweisen Wiedereinführung der Grenzkontrollen innerhalb der EU.    

Abseits massenmedialer Bilder nimmt sich die Dokumentararbeit Kon-Text Grenze aber nicht den Geflüchteten und dem oftmals beschworenen Grenzchaos an, sondern fragt nach dem Wesen einer Grenzregion. Dabei wird einer der wohl wichtigsten Grenzübergänge Österreichs, der Brennerpass, in einer Splitscreenästhetik portraitiert. Wie sich zeigt, handelt es sich um einen Transitraum, der durch internationalisierten Waren- und Personenverkehr und einer verlassen wirkenden Dorfästhetik besticht. Neben Güterverkehr prägen zunehmend verfallene Häuser und ein Outlet-Shoppingcenter die Szenerie. Nationale Identität wirkt dabei nicht bedroht, sondern vielmehr als ein geisterhaftes Relikt, das längst einer anderen und weitaus komplexeren Wirklichkeit gewichen ist.

 

Insbesondere vor dem Hintergrund politischer Krisen regt der Film dazu an, über Fragen nach Identität und Politik sowie deren Symbole nachzudenken. Die Geräuschkulisse wird mit Musikaufnahmen aus dem Einkaufscenter (Outlet Center Brenner/Brennero) kombiniert.   

 

     

Video, HD, 10min 6sec 

Die Arbeit war bereits in mehreren Ausstellungen bzw. Schaufenstern zu sehen. Zuletzt u.a. in Wörgl  und Innsbruck,

Gemeinsam mit: Christina Schmölz  

u.a. Copyright by Kunsttransport